Montag, 2. Mai 2016

Woche 16 - Schnelldurchlauf

Das Filmfestival Indie Lisboa begann am Mittwoch.



Sehen wollte ich einige Filme.



Leider hatte ich dieses Jahr wenig Zeit, so konnte ich nur den interessanten Dokumentarfilm Jaco anschauen, der Leben und Tod des Bassgitarristen Jaco Pastorius schildert.

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Das Konzert von André Gonçalves im Theater Maria Matos war sehr gut.
Das Publikum sass oder lag auf Teppichen auf der Bühne bei weinig Licht und hörte der Musik zu.





André Gonçalves . Musica Eterna . Video Teaser from André Gonçalves on Vimeo.

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Samstags ging richtig Norden, ein Konzert in der Casa da Musica, eine Ausstellung, eine Geburtstagsfeier .. standen auf dem Programm.
Darüber berichte ich später.

Montag, 18. April 2016

Woche 15 - kleiner Aufreger, Essen mit Freunden und eine Ferienwohnung in Lissabon

Regen, Regen, Regen ...

Ein kleiner Aufreger am Montag, als ich weder Führerschein noch Karte fürs Centro de Saúde und die Versicherung im Geldbeutel fand.
Es war mir schon ein paar Mal aufgefallen, dass die Karten rausfallen können. Der Geldbeutel ist schon etwas älter, die Fächer ausgeleiert, vielleicht sollte ich in einen neuen investieren.
Nach der Arbeit klapperte ich die Läden ab, in denen ich am Wochenende eingekauft hatte, aber nirgendwo waren meine Karten. Also konnten sie (hoffentlich) nur noch zu Hause irgendwo rausgefallen sein.
Und so war es auch. In der Handtasche, die ich am Sonntag zum Konzert benutzt hatte, fand ich sie. Glück gehabt!

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Am Dienstag war ich im Konzert von Josephine Foster, wie hier schon erwähnt.

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Donnerstag wurde endlich die neue Herdplatte geliefert und eingebaut. Jetzt können wir als wieder kochen.

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Nichtsdestotrotz wurde am Freitag nicht gekocht, sondern wir trafen uns mit Freunden zum Essen beim Inder. Reserviert hatte ich für fünf Personen, Freitag Mittag bekam ich die Nachricht, dass noch drei mehr kommen wollten. Ein Anruf genügte, und der Tisch war nun für acht reserviert. Freitag abend als ich aus dem Sportstudio kam, las ich die SMS einer weiteren Freundin, die fragte, wo wir denn Abendessen wollten. Also schnell noch mal beim Restaurant angerufen und die Reservierung auf 10 Personen aufgestockt.
Das Essen war wie immer lecker. Wenn man mit mehreren Personen isst, kann man auch gleich viel mehr Gerichte ausprobieren. Es war ein sehr lustiger Abend.

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Samstag sollte eigentlich ein ruhiger Abend werden. Aber dann überredete uns ein Freund ihn im mexikanischen Restaurant Pistola y Corazon zu treffen.
Wenn man dort gleich einen Tisch haben will, muss man früh kommen, reservieren geht nicht. Wer keinen freien Platz vorfindet kann sich auf einer Liste einschreiben und warten bis ein Tisch frei wird,
Wir waren um 19.00 Uhr dort und hatten Glück, es wurde gerade ein Tisch frei.
Pro Teller werden 3 Tacos serviert, gegessen wird mit den Händen, Besteck gibts nicht. Wir bestellten drei verschiedene Teller, nicht scharf, etwas scharf und richtig scharf, dazu gabs Margaritas.



Danach gings zum Praça de São Paulo.


In der Eisdiele Gelato Davvero, von der mir mein Kollege schon mehrmals vorgeschwärmt hatte kaufte ich eine Kugel Amarenaeis.



Wir spazierten über den Mercado da Ribeira und


sahen den Chefs bei der Arbeit zu.


Danach gings zur Pensão Amor, einer meiner Lieblingsbars.



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Sonntags schien endlich mal die Sonne. Es war warm genug für ein Frühstück auf dem Balkon, aber davor musste dieser erst mal geputzt werden.


Croissant mit 4 verschiedenen Brotaufstrichen: Rhabarber-Ingwer, Ginja, Aprikose und Rosengelee, alle selbst gekocht.


Nachmittags trafen wir uns mit Freunden in der Mouraria. Sie haben dort eine Ferienwohnung, die sie uns zeigen wollten. Tolle Dachgeschosswohnung über zwei Etagen mit Terrasse, Schlafzimmer, Wohnzimmer mit offener Küche, Schlafsofa.
Falls jemand eine Ferienwohnung sucht, nur Bescheid sagen.








Sogar Tejo und Cristo Rei sieht man von dort, so eine Aussicht hätte ich auch gerne!

Danach spazierten wir noch durch die engen Strassen der Mouraria, davon zeige ich bald noch ein paar Fotos.

Mittwoch, 13. April 2016

12 von 12 im April 2016

Als ich aus dem Kino kam war es schon nach Mitternacht, damit also der 12. des Monats April.
Gesehen habe ich die Vorpremiere des Films Rumo à Outra Margem  (Journey to the Shore (岸辺の旅 Kishibe no Tabi) von Kiyoshi Kurosawa



Mizuki's Mann (Yusuke), seit drei Jahren tot, besucht Mizuki und nimmt sie mit auf eine Reise, auf der sie andere Tote treffen.

7.10 Uhr - Wecker klingelt, aufstehen, Teewasser aufsetzen, ins Bad.
Zum Frühstück gab es heute ein Stück Kuchen.




Ich bin mal wieder etwas spät an, das wird hoffentlich besser, wenn es hier endlich mal richtig Frühling wird, also vielleicht ab Mai.

Da ich heute zum Sport will, musste auch noch der Rucksack gepackt werden




Ein portugiesisches Sprichwort sagt: Abril, águas mil
was bedeutet, dass es im April viel regnet.
Bis jetzt macht der April dem Sprichwort alle Ehre, so regnete es auch heute auf dem Weg zur Arbeit.
Da dazu auch die Sonne schien, gab es wenigstens einen schönen Regenbogen.




Auf Arbeit wurden erst mal Neuigkeiten ausgetauscht, oder besser gesagt ich wurde über Neuigkeiten
unterrichtet. Es gibt einen Kollegen, der immer bestens Bescheid weiss.

Zum Mittagessen gabs Dourada, war gar nicht mal schlecht.
Wie üblich bin ich ohne Handy in die Kantine, also gibts kein Bild vom Essen.


Nach der Arbeits gings zuerst zum Theater, Karten abholen für das Konzert von
JOSEPHINE FOSTER heute abend.




Danach musste ich noch bei der Post vorbei um ein Päckchen abzuholen. Nummer 249 war dran, als ich ankam.



Nach etwa 20-minütiger Wartezeit war ich endlich an der Reihe.

Auf dem Weg zum Sportstudio, anscheinend hat sich endlich jemand dieser Ruine angenommen.



Ein bisschen Fahrrad fahren, mich ein bisschen an den Geräten austoben, dann wars genug fürs erste Mal nach vier Wochen. Eine Runde Sauna durfte aber nicht fehlen.

Als ich nach Hause wollte, regnete es. Ich hatte keinen Schirm mit, aber immerhin eine Kapuze, so machte ich mich trotz Regen auf den Heimweg.
Nach einem kräftigen Schauer sieht es hier meist so aus,





Wenn man nicht aufpasst, wird man von den vorbeifahrenden Autos völlig nass gespritzt.


Wieder zu Hause erst mal das Päckchen aufgemacht, danach eine Kleinigkeit gegessen. Es war noch ein Stück Quiche von gestern da, danach gab es noch ein paar Walnüsse und einen Keks, dazu einen Tee.




Gegen 21h15 gings los Richtung zum Konzert, Da es keine markierten Plätze gibt, wollte ich rechtzeitig dort sein, um mir meinen Platz aussuchen zu können.



Josephine Foster: Gesang und Gitarre,
Victor Herrero: portugiesische Gitarre
Gyða Valtýsdóttir: Violoncello

Die Bühne war sehr dunkel, beim ersten Lied war Josephine Fosters Gesang sehr leise. Victor Herreros portugiesische Gitarre war etwas verstimmt, was er dann aber korrigierte.
Wie erwartet, war es ein sehr ruhiges Konzert, erst bei der Zugabe haben die Musiker etwas "aufgedreht". Das sollten sie öfter machen.

Alle anderen 12 von 12 gibts hier.

Montag, 11. April 2016

Woche 14

Ich kämpfe immer noch mit dem Husten, aber er wird weniger.

Das Reparieren der Herdplatte ist fast so teuer wie der Kauf einer neuen. Also haben wir eine neue Platte bestellt, diese kommt aber erst nächste Woche. Das bedeutet, dass die Abendessen meist auswärts eingenommen werden.


Hamburger bei Gutsy, liest sich auf der Karte sehr gut, für meinen Geschmack aber etwas fad.




Mr. Lus Wok-Gerichte finde ich sehr lecker.





Wieder eine Tasca aus dem Buch ausprobiert. In der Tasquinha dos Grelhados hat es uns geschmeckt.




Zu Hause wird das Essen zur Zeit im Ofen zubereitet. Dies hier war sehr lecker.




Bei einem Spaziergang festgestellt, dass schon wieder ein Traditionscafé geschlossen wurde.


Das Café Tarantela gab es seit 1962, jetzt wurde es verkauft. Bin gespannt, was die neuen Besitzer daraus machen.


Sonntag nachmittag klingelte das Telefon, und eine Bekannte lud mich zum Konzert von  Rodrigo Leão und dem  Orquestra Metropolitana de Lisboa ins Culturgest ein.
Das ist zwar nicht so ganz meine Musik, aber da ich Sonntag abend nichts weiter vorhatte, sagte ich zu. Es war ein netter Abend.


Mittwoch, 6. April 2016

WMDEDGT 04/16

Und wieder fragt Frau Brüllen: "Was machen Sie so den ganzen Tag?"

Der Wecker klingelt kurz nach sieben. Das Aufstehen fällt immer noch schwer, obwohl es nicht mehr so kalt und dunkel ist.
Badezimmer, Anziehen, Frühstücken, dann gehts ab über die Autobahn zur Arbeit.
Ein Webinar gibt es zu besuchen, ansonst passiert nichts wirklich Spannendes.
Das Mittagessen in der Kantine ist etwas besser als gestern. Es gibt Red Fish mit Kartoffeln und Gemüse, davor eine Suppe mit Rote Bete, zum Nachtisch eine Orange. Danach noch einen Espresso und schon gehts zurück zum Arbeitsplatz.
Der Nachmittag verläuft ähnlich spannend wie der Vormittag.
Gegen 17.30 Uhr gehts zurück in die grosse Stadt. Da Dienstag ist, gibt es keine Staus und schon vor 18.00 Uhr bin ich zu Hause.
Der Herd hat am Wochenende seinen Geist aufgegeben, was wir aber erst gestern abend merkten. Der Techniker kommt erst morgen, also muss fürs Abendessen improvisiert werden.
Rucola und Tomaten habe ich im Kühlschrank, Chips sind auch noch vorrätig, Gegrilltes Hähnchen gehe ich schnell kaufen und schon steht das Abendessen auf dem Tisch.
Danach suche ich im Internet nach einer Strickanleitung. Ich habe Wolle gekauft, aus der ich eigentlich einen Schal stricken wollte, aber dafür war mir die Wolle dann zu dick. Nun soll es ein Sommerpulli werden. Ich schlage Maschen an, mache Maschenproben, versuche dies und das, aber nichts gefällt mir so richtig. Ausserdem bin ich mir nicht sicher, wie viele Maschen ich eigentlich anschlagen muss, damit der Pulli nicht zu eng oder zu weit wird. So ziehe ich alles wieder auf und lege Wolle und Stricknadeln beiseite. 
Ich mache mir einen Tee und lese noch ein bisschen in meinem Buch. Ich will Room auslesen, bevor ich mir den Film anschaue. Da ich mir das Buch auf englisch gekauft habe, dauert dies ein bisschen länger, aber viel fehlt nicht mehr.
Kurz nach Mitternacht gehe ich ins Bett.
Das war mein 5. April. Alle anderen Einträge gibt es wie üblich hier.

Montag, 4. April 2016

Woche 13

Wir durften uns über einen freien Ostermontag freuen. Der ist hier kein Feiertag, aber die Firma hatte allen frei gegeben.. So konnten wir ein bisschen länger schlafen, die Wohnung aufräumen und nötige Einkäufe tätigen. Zu Mittag assen wir im Restaurante Viva Lisboa. Hier gibt es während der Woche ein sehr leckeres und recht preiswertes Mittagsmenue.

Hier sieht man Hauptgericht und Nachspeise, der Hunger war so gross, dass ich vergessen habe die Vorspeise zu fotografieren.






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Für die Vorpremiere des Films L' ombre des femmes am Mittwoch hatte ich Karten gewonnen. Mit den drei Steren der IMDb Kritik stimme ich überein.



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Gnocchi - Leckeres Essen aus Resteverwertung:

Im Kühlschrank fand ich 2 Zucchini, 2 Tomaten und einen Schafskäse. Dazu gabs Hackfleisch und Gnocchi und fertig war eine leckere Mahlzeit. Sogar die Männer, die eigentlich keine Gnocchi mögen, waren begeistert.

Hackfleisch mit Zwiebel und Knoblauch anbraten, eine getrocknete Piri Piri reinbröseln, mit (spanischem) Paprikapulver bestäuben und alles gut durchrühren.
In Würfel geschnittene Zucchini und getrockneten Oregano dazugeben und kurz mitbraten.
Kleingeschnitten Tomaten rein und alles durchkochen lassen. Da wenig Flüssigkeit im Topf war, gab ich noch einen Schuss Rosé dazu.
Gewürfelten Schaftskäse dazugeben während die Gnocchi garen.
Dann alles mit den Gnocchi mischen und gleich servieren.

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8 1/2 - festa do cinema italiano läuft seit Mittwoch in Lissabon.



Freitag hatte ich zwar Karten für den Film NESSUNO SI SALVA DA SOLO (You can’t save yourself alone) von Sergio Castellitto, aber dann fragten Freunde an, ob wir mit ihnen zum Abendessen wollten. So reservierte ich einen Tisch im Restaurante O Nobre. Hier hatten wir schon mehrmals sehr lecker gegessen und diese Woche gabs einen Voucher in der Time Out für dieses Restaurant.
Essen und Service waren ausgezeichnet.

Sopa de santola

Garoupa

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Samstag gings dann endlich zum Festival 8 1/2, ich hatte Karten für SUBURRA von Stefano Sollima.
Samurai, ein bekannter Mafiosi, will Ostia, die ursprünglichen Hafenstadt des antiken Roms, in ein Las Vegas verwandeln. Zuerst sieht es so aus, als würden korrupte Politiker und die Banden Roms zusammenarbeiten, Aber dann kommt es zur Apokalypse.
Empfehlenswerter Film, aber nichts für schwache Gemüter, denn es geht schon recht brutal zu.




Greta Scarano, die Viola spielt, war anwesend und beantwortete nach dem Film Fragen des Publikums.



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Zum Abendessen machte ich Schweinegulasch.
Gulasch scharf anbraten, Knoblauch dazu, getrocknete Piri Piri reinbröseln, mit (spanischem) Paprikapulver bestäuben und ein bisschen schmoren lassen. Kleingeschnitten Möhren und Lauch dazugeben, Gemüsebrühe und eine kleine Packung passierte Tomaten reingeben. Schmoren lassen bis alles gar ist, ab und an ein bisschen Wein zugiessen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Eigentlich wollte ich zum Schluss noch einen Löffel Schmand dazugeben, aber das habe ich vergessen. Dazu gabs Spätzle.


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Sonntag machte ich an einem Fotospaziergang durch Lissabon mit. Die Wettervorhersage hatte zwar Regen angesagt, aber wir hatten Glück, es war nur bewölkt. Der Regen kam dann gegen 18.00 Uhr, aber da waren wir eh fast fertig und hatten genug Fotos geschossen. Jetzt muss ich sie nur noch auswerten und nacharbeiten.

Freitag, 1. April 2016

Reisetag Sonntag

Da unser Rückflug am Sonntag schon um 6.50 Uhr ging, waren wir früh wieder in Lissabon.
Es war der Tag nach der Zeitumstellung, d.h. geschlafen haben wir nicht viel.
Das Wetter in Lisboa war recht schön, die Sonne schien, so machten wir uns mittags auf zur Pizzaria am Tejo. Da wir früh dort waren, konnten wir sogar noch einen Platz in der Sonne ergattern.



Hier gibt es für mich nach wie vor die beste Pizza der Stadt.




Danach spazierten wir durch den Bahnhof





zurück zum Auto.





Zu Hause angekommen war ich so müde, dass ich fast im Sitzen einschlief. Bis gegen 22.00 Uhr hielt ich noch durch, aber dann gings ab ins Bett.