Montag, 20. Juni 2016

Wochendende kurz vor Sommeranfang

Zum Fussballgucken bei Freunden am Samstag wurde ein Rhabarberkuchen gewünscht. Da mein Lieblingshändler auf dem Markt welchen vorrätig hatte, war das auch kein grosses Problem.
Der Kuchen war lecker, allerdings nur für Rhabarberfans. Johannes meinte, er schmecke total nach Rhabarber und hat nur ein Stück gegessen.




Das Spiel war wieder torlos, aber Mittwoch gibt es noch eine Chance.


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Da ein paar Stangen übrig waren, backte ich Sonntag gleich nochmal Rhabarberkuchen, diesmal kamen aber auch noch ein paar Erdbeeren rein, das fand Johannes dann schon besser.



Die Sonne schien und es war sehr warm. Eigentlich wollte ich den späten Nachmittag auf dem Balkon mit Lesen verbringen, aber dann klingelte das Telefon. Freunde wollten sich mit uns zu einem Imbiss in der Cevicheria verabreden.  Das klang nach einem interessanten Abend und so machten wir uns zu Fuss auf den Weg Richtung Principe Real. Die Uhrzeit war gut gewählt, es gab freie Tische und noch keine Warteliste. Das Essen war wie immer sehr lecker!


Wir  spazierten noch ein bisschen durch die Stadt und bewunderten die schöne Aussicht am Miradouro de São Pedro de Alcântara.


Danach wollten wir noch was Trinken, aber die Bars machten entweder gerade zu oder es war zu voll. Schliesslich fanden wir ein Plätzchen am Praça de São Paulo.
Als ein kühler Wind aufkam, brachen wir auf. Der Fussweg nach Hause wäre von hier recht lange geworden. Zum Glück hatten unsere Freunde das Auto dabei und nahmen uns ein Stück mit.

Montag, 13. Juni 2016

12 von 12 im Juni

12 von 12 im Juni, diesmal nicht aus Lissabon


NOS Primavera Sound - Explosions in The Sky 



Moderate
tolles Konzert zum Abschluss des Festivals



In dieser Strasse haben wir gewohnt während des Festivals



Spätes Frühstück am Strand



Riesenhund 



'Die Frauen der Fischer' erinnert an die Tragödie der Nacht vom 1. zum 2. Dezember 1947, als 152 Fischer ihr Leben verloren.


Auf dem Weg zum Restaurant



Überall werden Sardinen gegrillt



Mein Mittagessen, auch Fisch, aber keine Sardinen



Rast am Praia da Barra



Fussball schauen bei Freunden - Deutschland gegen Ukraine



Kurz vor Mitternacht kommen wir bei Regen in Lissabon an.

Alle anderen 12 von 12 gibts hier.

Montag, 6. Juni 2016

WMDEDGT 06/16

WMDEDGT? "Was machst Du eigentlich den gazen Tag?" fragt Frau Brüllen auch im Juni.

Es ist Sonntag, ich kann etwas länger schlafen. Gegen 10 Uhr stehe ich auf. Im Wohnzimmer müsste mal wieder Staub gewischt werden, also mache ich das als Erstes, Frühstückshunger habe ich eh noch keinen. Danach setze ich mich auf den Balkon und lese ein bisschen. Der Rest der Familie ist inzwischen aufgestanden, so machen wir Frühstück und essen auf dem Balkon.
Danach erzählen wir Johannes, was wir gestern abend während der Noite da Literatura Europeia gesehen und gehört haben.
In den Supermarkt muss ich auch noch, Milch und Wasser müssen gekauft werden. Auf den Weg dorthin nehme ich gleich auch die leeren Flaschen mit und entsorge sie im Flaschenkontainer.
Auf dem Rückweg trinke ich einen Espresse im Café um die Ecke. Er kostet 70 Cent, ich habe nur einen 20 Euroschein zum Bezahlen und in der Kasse des Cafés gibts nur Münzen und keine Scheine zum Rausgeben. Die freundliche Bedienung meint, ich solle doch morgen wieder vorbeikommen und bezahlen. Das Angebot nehme ich gerne an.
Wieder zu Hause reserviere ich einen Tisch zum Abendessen. Ich habe noch einen Voucher (2 für 1), der bis Dienstag eingelöst werden kann.
Ich helfe Johannes bei der Reservierung eines Zimmers für die Sommerferien und kaufe Tickets für ein Klassikkonzert in einer Zisterne. Auf dieses Konzert bin ich sehr gespannt.
Inzwischen ist es Zeit fürs Abendessen, also machen wir uns auf Richtung Restaurant. Gut, dass ich einen Tisch reserviert hatte, der Laden ist nämlich voll. Mein erster Gedanke, ob die wohl alle wegen des Vouchers hier sind? Aber nein, es sind viele ausländische Touristen unter den Gästen, ohne Voucher.
Vor- und Nachspeise schmecken vorzüglich, das Hauptgericht ist nichts besonderes, aber der Rotwein dazu sehr lecker.
Wir machen uns zu Fuss auf den Heimweg, kommen beim Miradouro S.Pedro de Alcântara und der Praça da Alegria vorbei, wo es Musik gibt und etliche Stände mit Essen und Getränken aufgebaut sind. Das ist Teil der Festas de Lisboa, die hier den ganzen Juni über stattfinden.
Zu Hause mache ich eine Blogrunde und erst jetzt fällt mir ein, dass WMDEDGT-Tag ist.



Mittwoch, 1. Juni 2016

Rosengelee aus duftenden Rosenblüten

Wir waren übers lange Wochenende zu Besuch in der Nähe der Serra da Estrela. Viele duftende Rosen standen dort im Garten, da musste ich einfach ein paar Blüten abschneiden und mitnehmen. 
Wieder zu Hause habe ich diese zu Rosengelee verarbeitet.


Zutaten:
1 l Wasser
1 l duftende Rosenblüten egal welcher Farbe, wichitg ist nur, dass sie duften 
(Messbecher bis zur 1-Liter-Marke mit Rosenblütenblättern füllen, ohne diese hineinzustopfen.)
Saft von 1 Zitrone 
500 g Gelierzucker 2 : 1




Blütenblätter in einen Kochtopf geben, mit 1l kaltem Wasser übergießen,
verrühren und bei Raumtemperatur zugedeckt über Nacht stehen lassen. 

Am nächsten Tag aufkochen und den Sud mit den Blütenblättern abkühlen lassen, 
danach durch ein feinmaschiges Sieb gießen (die Blüten werden nicht weiterverwendet).
Zitronensaft zugeben.
750 ml abmessen und mit dem Gelierzucker aufkochen (nach Vorschrift auf der Packung),
Gelierprobe machen und in heiß ausgespülte Gläser füllen, verschließen und einige Minuten auf den Kopf stellen.




Variante: anstatt 1l Wasser nehme man 500 ml Wasser und 500 ml Rosé-Wein oder -Sekt.


Die Variante mit Sekt habe ich schon gekostet, schmeckt sehr lecker.


Eine der Rosen duftet jetzt im Wohnzimmer.

Dienstag, 17. Mai 2016

FIMFA - die Zweite




Samstag abend waren wir zwar schon recht müde von unserem Ausflug nach Óbidos, da wir aber Karten hatten, machten wir uns doch auf zum Theater Maria Matos, um das Stück Singspiele anzusehen, das im Rahmen der FIMFA dort aufgeführt wurde.
Zum Glück, muss ich sagen, denn es war das interessanteste Stück, das ich in letzter Zeit im Theater gesehen habe.

Konzept: Maguy Marin, Performer: David Mambouch, Set design: Benjamin Lebreton

Aus dem Programmheft:
Maguy Marin ist eine der wichtigsten europäischen Choreografinnen und seit mehr als drei Jahrzehnten eine zentrale Figur in französischen Tanztheater.
In Singspiele arbeitet der Tänzer und Schauspieler David Mambouch mit 'Masken', und nimmt die Identitäten von Personen unterschiedlicher Hautfarben, Geschlechter, sozialen Schichten und Epochen an.  "Singspiele " ist ein Porträt der Menschheit, eine Reflexion über Identität, Einzigartigkeit und Universalität.


SINGSPIELE - Trailer from extrapole on Vimeo.



Montag, 16. Mai 2016

Samstag in Óbidos

Seit Wochen geplant, nun endlich in die Tat umgesetzt, ein Ausflug mit Freunden nach Óbidos.



Samstag gegen 11h00 kamen wir dort an, tranken erst mal einen Espresso um daraufhin den Ort zu erkunden.





Wir spazierten durch die Strassen und warfen einen Blick in die vielen kleinen Geschäfte.


Wie erwartet war es recht voll im Ort. Natürlich tranken wir auch eine Ginjinha, davon habe ich allerdings völlig vergessen ein Foto zu machen.

Unser Hauptziel war der Besuch der Buchhandlungen, ist Óbidos doch Vila Litéraria (Literarische Stadt).


Erste Station, Mercado Biológico. Anstatt eines Buches habe ich hier Knoblauch gekauft.



Zweite Station:  Livraria de Santiago in der ehemaligen Kirche von Santiago.


Ich war ein bisschen enttäuscht vom Inneren der Buchhandlung. Aus solch einem Ort hätte man sicherlich mehr machen können.


Aber immerhin fand ich hier das Buch Requiem von Antonio Tabucchi, das ich in Porto in der Buchhandlung Lello vergeblich gesucht hatte.


Dritte Station: Livraria da Adega. 


Sie befindet sich in einem ehemaligen Weinkeller. Vom Platz her hat mir diese Buchhandlung am besten gefallen.


Das Mittagessen durfte natürlich auch nicht fehlen. Ich hatte erst meine Zweifel, aber das Restaurant Alcaide war wirklich eine gute Wahl.

Zum Abschluss machten wir noch einen Rundgang über die Stadtmauer.









Danach spazierten aus dem Stadttor raus und machten uns auf den Heimweg.



Freitag, 13. Mai 2016

Fátima

Als ich letztes Wochenende mit dem Auto nach Norden und wieder zurück fuhr,  sah ich viele Pilger, die zu Fuss nach Fátima unterwegs waren.

Es geschah am 13. Mai 1917

Die Kinder Lucia de Jesus dos Santos Rosa (10 Jahre), Francisco Marto (Alter 9) und Jacinta Marto (7 Jahre) behaupten eine Frau gesehen zu haben, die weißer als die Sonne war ("...uma senhora mais branca que o Sol" ) als sie in der Cova da Iria ihre kleine Herde weideten.

Lucia sah, hörte und sprach mit der Erscheinung, Jacinta sah und hörte sie, und Francisco sah sie, aber er hörte sie nicht.

Die Erscheinungen wiederholten sich in den nächsten fünf Monaten.
Am 13. Oktober 1917 erklärte die Erscheinung sie sei "Nossa Senhora do Rosário" (allerseligste Jungfrau Maria vom Rosenkranz).


Wer mehr wissen will, kann hier weiterlesen.