Montag, 17. April 2017

Osterspaziergang

Osterspaziergang

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
durch des Frühlings holden, belebenden Blick.
Im Tale grünet Hoffnungsglück.
Der alte Winter in seiner Schwäche
zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dorther sendet er, fliehend, nur
ohnmächtige Schauer körnigen Eises
in Streifen über die grünende Flur.
Aber die Sonne duldet kein Weisses.
Überall regt sich Bildung und Streben,
alles will sie mit Farbe beleben.
Doch an Blumen fehlts im Revier.
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.

Kehre dich um, von diesen Höhen
nach der Stadt zurückzusehen!
Aus dem hohlen, finstern Tor
dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
denn sie sind selber auferstanden.
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
aus der Strassen quetschender Enge,
aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
sind sie alle ans Licht gebracht.

Sieh nur, sieh, wie behend sich die Menge
durch die Gärten und Felder zerschlägt,
wie der Fluss in Breit und Länge
so manchen lustigen Nachen bewegt,
und, bis zum Sinken überladen,
entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges ferner Pfaden
blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel.
Hier ist des Volkes wahrer Himmel.
Zufrieden jauchzet gross und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!

- Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832 -

aus: Faust 1

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Mein Osterspaziergang sah so aus 


Heute ist hier übrigens wieder ganz normaler Arbeitstag, kein Ostermontagfeiertag wie in D.

Donnerstag, 13. April 2017

12 von 12 im April



Blutabnahme

Zeitungskauf


Überall wird gebaut


Unterwegs



Café na esplanada



Schaufenster eines Friseursalons  







Mittagessen


Arbeit


Abendessen



Konzert



Auf dem Nachhauseweg

 Viele weitere Bilder gibts bei Caro

Donnerstag, 6. April 2017

WMDEDGT 04/17

Auch im April fragt Frau Brüllen: „was machst du eigentlich den ganzen Tag?“.

Der Wecker klingelt um 7.30h. Aufstehen, Badezimmer, Tee kochen, frühstücken. Kurz mit Johannes reden, der sich inzwischen auch am Früstückstische eingefunden hat. Er verlässt zuerst das Haus, ich habe noch etwas Zeit, muss ich doch erst um 11.00h in Cascais sein. 
Ich lese etwas im internet und erfahre, dass man sich bei Frau Brüllen erst ab 17.00h eintragen kann. Das stört mich aber überhaupt nicht, bin ich doch eh meist zu spät dran mit dem Schreiben.
Ich nehme das Auto und fahre nach Cascais. Ich bin pünktlich dort, muss auch kaum warten, dann darf ich mein Anliegen vortragen. Innerhalb einer halben Stunde ist alles geklärt. Da das Wetter schön ist, spaziere ich noch zum Meer. Es sind etliche Menschen am Strand, sogar ins Wasser haben sich einige getraut. Ich habe die Wassertemperatur nicht getestet, aber mir wäre es eindeutig zu kalt, um ins Wasser zu gehen.



Danach ist es Zeit zum Mittagessen, es gibt einen gemischten Salat mit Champignons, Tomaten und weichgekochtem Ei.
Ich kaufe die neue TimeOut und hole mir im Gemeindebüro ein Formular. Ich brauche eine Bestätigung, dass ich wohne, wo ich wohne und das ist hier ein etwas umständliches Unterfangen, es reicht nicht, einfach seinen Ausweis vorzulegen.
Ich gehe ins Sportstudio, ein bisschen Geräte, eine Runde Sauna, das reicht für heute. Danach will ich mir in der Cinemateca Portuguesa den Lubitschfilm "The smiling Lieutenant" anschauen. Als ich im Kino ankomme, muss ich allerdings feststellen, dass das Programm geändert wurde. Es gibt einen anderen Film "If I had a million", den ich aber erst vor kurzem gesehen habe. So mache ich mich unverrichteter Dinge auf den Heimweg.
Zu Hause trinke ich einen Tee und schaue, ob ich alle Zutaten fürs Abendessen habe, was nicht der Fall ist. Also geh ich noch schnell zum nächsten Supermarkt einkaufen.
Nun wird gekocht, heute gibt es was deutsches, Bratwurst mit Sauerkraut und Kartoffeln.
Ein paar Anrufe sind noch zu tätigen und das Formular muss noch ausgefüllt werden. Danach schaue ich noch ein bisschen TV. Ins Bett komme ich wieder erst nach Mitternacht.

Montag, 13. März 2017

12 von 12 im März




Sonntag und die Sonne scheint auf den Balkon

Doch nicht tot gegossen, frische Blätter sprießen




Die Fassade ist zwar schon gestrichen, es gibt aber noch viel zu tun

Das Wetter lädt zu einem Spaziergang ein


Hoffentlich wird es befolgt


Der blaue Himmel täuscht, es bläst ein kalter Wind


Trotzdem ist der Frühling nicht mehr aufzuhalten


Ausstellungsbesuch


Beim dritten Anlauf hat es endlich geklappt


Auf dem Weg zum Abendessen


Nach dem Abendessen


Noch ein bisschen lesen


Ganz viele weitere Bilder gibts bei Caro

Montag, 6. März 2017

WMDEDGT 03/17

Frau Brüllen fragt wieder „was machst du eigentlich den ganzen Tag?“.

Aufgewacht nach neun, aber noch ein bisschen im Bett geblieben. Gegen zehn aufgestanden, Tee gekocht und gefrühstückt. Es waren zwar noch Croissants von gestern da, aber ich hatte Lust auf Porridge. 
Danach ein bisschen gelesen und in der Zeitung geschaut, wann und wo der Film T2 Trainspotting hier läuft. 
Das Wetter war zwar nicht sehr schön, es war bewölkt und sah nach Regen aus, aber ich ging trotzdem ein bisschen spazieren. 
Auf dem Weg zum Kino machte in einem Café halt, in dem viele Menschen beim späten Frühstück sassen (nennt man hier Brunch und ist gerade sehr angesagt). Ich bestellte Tee und Scones und sah dem Teiben zu. Es dauerte eine ganze Weile bis man mir meine Bestellung servierte, der Laden ist sehr unorganisiert. 
Nachdem ich das etwas trockene Gebäck gegessen hatte, war es Zeit fürs Kino. Als ich dort ankam und die Karte kaufen wollte, merkte ich, dass ich mich in der Uhrzeit geirrt hatte, ich hatte die Uhrzeiten der Kinos vertauscht. 
So machte ich mich unverrichteter Dinge wieder auf den Heimweg und kaufte unterwegs noch die Zutaten fürs Abendessen ein (ich hatte Lust auf Hähnchencurry). 
Zu Hause angekommen machte ich mich ans Essen kochen. Es schmeckte sehr lecker, allerdings muss ich mich mal nach einem schärferen Currypulver umsehen. 
Ich las noch ein bisschen in meinem Buch weiter und schaute mir den Film Zootopia an. Bis ich ins Bett kam war der fünfte auch schon wieder vorbei.

Montag, 13. Februar 2017

12 von 12 im Februar

Ganz viele weitere Bilder bei Caro.



Der Tag beginnt, das Fest ist noch in vollem Gange


Jetzt aber ins Bett


Ich musste recht früh aufstehen, also ab unter die Dusche zum Wachwerden

Rechtzeitig angekommen


Kalt ist es hier, also singen wir uns warm


Nachmittags Besuch im Panteão Nacional


Aussicht nach einer Seite ...


... und nach der anderen



Ein Konzert gabs heute dort, Susana Santos Silva spielt hier im Rahmen des Festivals RESCALDO


Danach hatten wir Hunger


So schmeckts nochmal so gut


Jetzt noch ein bisschen fernsehen

Sonntag, 5. Februar 2017

WMDEDGT 02/17

Frau Brüllen fragt am Fünften eines Monats „was machst du eigentlich den ganzen Tag?“.

Gegen 9h30 aufgestanden, Sonntag halt. Als ich Richtung Küche schlürfe geht die Wohnungstür auf und Johannes kommt nach Hause, erzählt kurz, wo er die ganze Nacht war und macht sich auf Richtung Bett. Seit Freitag hat er Ferien und das wird jetzt erst mal ausgenutzt.
Nach Duschen und Anziehen mache ich Tee und gehe schnell Croissants und Kuchen fürs Frühstück kaufen. Während des Essens überlege ich, was ich heute machen könnte. JF kommt dazu, macht Orangensaft und ist mit meinen Plänen für heute einverstanden. Gegen 14h30 machen wir uns zu Fuss auf den Weg. Wir wollen zum Chiado, einen Kaffee trinken und uns die Ausstellung von Amadeo de Souza-Cardoso im MNAC anschauen. Vom Fenster des Kaffees entdecke ich eine grosse Menschenansammlung, die vor dem Museumseingang auf Einlass wartet. Ich schaue auf der Internetseite des Museums nach. Dort steht, dass am esten Sonntag des Monats der Eintritt frei ist, daher also die vielen Menschen. So lassen wir das mit dem Ausstellungsbesuch heute lieber. Noch während wir unseren Kuchen verzehren wird der letzte Eintritt auf 16h30 geändert (normalerweise 17h30) und die wartenden Leute weggeschickt. Wir verabreden uns mit Freunden zu einem frühen Abendessen in der Cevicheria und einem Kinobesuch im Ideal, den Film Ama-San möchten wir uns anschauen. Wir spazieren gemütlich zum Restaurant, bleiben auf dem Weg dorthin eine Weile am Miradouro São Pedro de Alcântara stehen und geniessen die Aussicht auf Lissabon. In der Cevicheria haben wir Glück und bekommen ohne Warten einen Tisch für vier (Reservieren gibts hier nicht). Die Ceviches sind wie immer sehr lecker. Danach gehts durch die kleinen Gassen des Bairro Alto zum Kino Ideal. Vor dem Film essen wir noch ein warmes Pastel de nata, da wir im Restaurant auf den Nachtisch vezichtet haben. Der Dokumentarfilm ist interessant und hat uns gut gefallen. Unsere Freunde haben das Auto dabei und setzen uns zu Hause ab. Jetzt koche ich noch einen Früchtetee und schaue, was es im Fernsehen gibt.