Donnerstag, 24. April 2008

Musikalisches Wochenende Teil 3

Am Sonntag waren wir pünktlich um 13.00h im CCB, um uns das Tokyo String Quartett anzuhören. Das erste Stück 'Cantos Tonales' von Fernando Altube für Steichquartett und Marimba war sehr interessant. Die Marimba zusammen mit den Steichern klang sehr schön. Das zweite Stück, das Streichquartett Nr. 13 in a-moll von Franz Schubert, war schon etwas schwieriger, gerade um diese Uhrzeit. Zudem knarrte es immer wieder auf der Bühne, entweder war es das Podest oder einer der Stühle auf dem die Spieler sassen.

Das nächste Konzert war erst um 15.00h und so fuhren wir erst mal wieder nach Hause, was ein grosser Fehler war wie sich später herausstellte. Denn als wir um 16.30h wieder am CCB ankamen gab es KEINE Parkplätze weit und breit. Nach mehrmaligen Hin- und Herfahren gab JF entnervt auf, lud uns vor dem CCB ab und fuhr nach Hause.
Johannes und ich hörten uns ein Jazzkonzert an, das als 'concerto família' im Programm stand. Es spielten Wil Holshouser Akkordeon, Ron Horton Trompete und David Phillips Kontrabass. Hier wurden schon Babys und Kleinkinder angeschleppt. Eines der Kleinkinder zog es vor sich im Vorhang, der neben der Bühne hing zu verstecken und lautstark nach der Mama zu rufen, damit diese es suchen sollte. Nach einigen Versteckversuchen hatte die Mama aber ein Einsehen mit den Spielern und dem restlichen Publikum und verliess samt Kind den Saal. Andere Kleinkinder krabbelten auf die Bühne und versuchten die Bremsen des Pianos, das an der Seite stand und bei diesem Konzert nicht benutzt wurde, zu lösen. Hier kam eine Helferin des CCBs hinzu und erklärte Eltern und Kindern, dass das nicht erlaubt sei. Bis auf diese Störungen war das Konzert interessant und Johannes und mir hat es gut gefallen.

Das Abschlusskonzert war um 21.00h. JF kam nicht mehr mit, aber Johannes wollte mich unbedingt begleiten, trotz der späten Stunde. So fuhren wir also kurz nach 20.00h wieder Richtung CCB. Dort gab es um diese Uhrzeit auch keine Parkplatzprobleme mehr. Wir hatten Sitzplätze in der ersten Reihe, und das für 6 Euro, was will man mehr. Es ging los mit der Neuen Hofkapelle München. Sie spielten das Brandenburgische Konzert Nr. 3 von Bach. Johannes hörte zum erstem Mal live ein Cembalo.
Danach kam die Geigerin Patrícia Kopatchinskaja barfuss auf die Bühne, und es wurde modern. Sie spielte das Stück 'Crin' von Jorge Sánchez-Chiong, das dieser speziel für sie komponiert hatte. Johannes war begeistert, so hatte er klassische Musik noch nie erlebt. Als nächstes spielte der Pianist David Greilsammer die Sonaten 5, 12 und 13 aus den 'Sonaten für ein präpariertes Klavier' von John Cage. Danach spielten Kopatchinskaja und Greilsammer zusammen und zwar Variationen für Violine und Piano des gleichen Komponisten. Hier wurde nebem dem Spielen auch geredet, ein Apfel angebissen und ein Luftballon platzen gelassen. Auch die Stücke von John Cage gefielen Johannes mehr als gut.
Zum Schluss spielte die Neue Hofkapelle München die Suite für Orchester Nr. 1 in C-Dur von Bach und das Konzert war erst kurz vor 23.00h zu Ende.
Das Publikum war begeistert, ein schönes Abschlusskonzert der Dias da Musica.

1 Kommentar:

Bruxa hat gesagt…

Danke für die tollen Konzertkommentare - bei einigen wäre ich zu gerne dabei gewesen!!
Dafür habe ich gerade eine CD "Glenn Gould spielt Bach - die Kunst der Fuge" bekommen.
Aber live ist immer schöner - nur Glenn Gould gibt es ja leider nicht mehr!!
Mal schauen, ob ich irgendwo Kircheis erwische.
Vielleicht mal im Schleswiger Dom?!?