Freitag, 31. Dezember 2010

Boas entradas - einen guten Rutsch

Die besinnlichen Tage zwischen Weihnachten und Neujahr haben schon
manchen um die Besinnung gebracht.

Joachim Ringelnatz

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Warum nicht

Soeben Zeuge gewesen:
Anstatt sich nach dem Toilettengang die Hände ordentlich zu waschen, werden sie mal kurz mit diesem Desinfektionsmittel eingeschmiert, das seit der Grippe-Hysterie hier in den Toiletten und der Kantine zu finden ist.

Montag, 27. Dezember 2010

Arbeiten

macht heute eigentlich wenig Spass. Viel lieber wäre ich zu Hause geblieben.
Ich hab sogar noch ein paar Urlaubstage, die heb ich mir aber auf.
Ausser mir hat sich bisher aber kaum einer in die Firma verirrt heute. Allerdings ist es für portugiesische Verhältnisse noch recht früh. Vielleicht erscheint ja noch der ein oder andere Kollege.

Freitag, 24. Dezember 2010

Bom Natal - Frohe Weihnachten

Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt. Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger. Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte.
Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.

Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.

"Gloria in altissimis Deo,
et in terra pax hominibus
bonae voluntatis."

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Paint Me

Eine Oper von Luís Tinoco und Stephen Plaice wurde vor ein paar Tagen im Culturgest aufgeführt. Sogar meinem 13-jährigen Sohn hat die Aufführung gefallen.

Information von der Culturgest homepage auf englisch:

My idea in writing Paint Me was to bring together six characters, all of whom have a prolific imaginative interior life, and to explore what they would make of each other in the confines of a railway compartment.
The model for my libretto is Geoffrey Chaucer’s The Canterbury Tales. The travellers in Paint Me are also on their way to Canterbury, but they are strangers thrown together by the randomness of modern travel. Their tales are not told publicly, but in their own imaginations. Most journeys in the modern age are anonymous and conducted in silence. We have only a visual or perhaps manneristic impression of the people sitting opposite us. This introspection in public opens up a private fantasy space, in which our fellow travellers can become the characters in instant psychological dramatisations.
I wanted to formalize each character’s fantasy into a full narrative. The result is a kind of anthology of operatic short stories, surrounded by the framework of an ordinary journey.
Stephen Plaice

Montag, 20. Dezember 2010

O Senhor Puntila e o Seu Criado Matti

Herr Puntila und sein Knecht Matti wird mit grossem Erfolg im Theater Aberto gespielt.
Gestern haben wir es endlich geschafft uns das Stück anzuschauen. Zur Einstimmung gab es das Mittagessen im deutschen Restaurant Pano de Boca, das sich im gleichen Gebäude wie das Theater befindet.
Essen und Stück waren nach unserem Geschmack.
Theaterbesucher bekommen übrigens einen Rabatt von 10 Prozent auf die Restaurantrechnung.

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Cela 211

spanischer Film von Daniel Monzón mit Luis Tosar in einer tollen Rolle als Anführer in einem Gefängnis.
Der neue Gefängniswärter (Alberto Ammann) besucht einen Tag vor seinem Jobantritt das Gefängnis, in dem er arbeiten wird. In dem alten Gebäude fällt ihm ein Stück Stuck auf den Kopf und er wird ohnmächtig. Die beiden ihn begleitenden Wärter legen ihn kurz in die leere Zelle 211. Doch bevor er wieder wach wird gibt es eine Revolte im Gefängnis. Die Wärter hauen ab und lassen ihren neuen Kollgen in der Zelle zurück. Dieser schlüpft in die Rolle eines Gefangenen, was ihm anfangs auch gut gelingt.
Das Ganze nimmt kein gutes Ende.

Tief durchatmen musste ich erst mal, als ich aus dem Film raus kam, weil die Story einen ganz schön mitnimmt. Ein toller Film!

Montag, 13. Dezember 2010

Plätzchen

Eigentlich wollte ich schon letztes Jahr ihr Rezept für Olivenölkekse nachbacken.
Ob ich es wohl diesmal noch vor Weihnachten schaffe?

Und damit ich das Rezept gleich parat habe, kopiere ich es hier rein:

Olivenöl-Zitronenkekse

40 g Zitronat mit 75 g Zucker im Blitzhacker zerkleinern. 150 g Mehl, 1/2 Teelöffel Backpulver, eine Prise Salz, die oben zerkleinerte Mischung, 75 ml Olivenöl, 2 Esslöffel Milch, 2 Esslöffel Zitronensaft und die abgeriebene Schale von 2 Zitronen zuerst mit den Knethaken, dann mit der Hand zu einem glatten Teig verkneten.

Aus dem Teig ca. 35 kleine Bällchen formen, auf einem Teller in Zucker wälzen, mit Anstand auf's Backblech legen, mit dem Daumen eine Delle reindrücken.
Bei vorgeheizter Umluft mit 160 Grad ca. 12 Minuten gold-braun backen.
Nach dem Abkühlen aus 50 g Puderzucker mit Zitronensaft einen Zuckerguß herstellen, in die Dellen füllen, mit zerkleinertem Zitronat bestreuen ...

Sonntag, 12. Dezember 2010

3. Advent

und wieder ein verregnetes Wochenende.
Immerhin habe ich es troz schlechtem Wetter zu Fuss bis zur Pastelaria Versailles geschafft und einen Bolo Rei gekauft, den ersten für dieses Jahr. Er schmeckte so lecker wie immer und ohne grosse Schwierigkeiten haben wir gleich den halben Kuchen aufgegessen.
Jetzt fehlt nur noch ein Besuch in der Confeitaria National, wo es einen mindestens genau so guten Bolo Rei zu kaufen gibt.

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Advent

Es blaut die Nacht, die Sternlein blinken,
Schneeflöcklein leis herniedersinken.
Auf Edeltännleins grünem Wipfel
häuft sich ein kleiner weißer Zipfel.
Und dort, von ferne her durchbricht
den dunklen Tann ein helles Licht.

Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer
die Försterin im Herrenzimmer.
In dieser wunderschönen Nacht
hat sie den Förster umgebracht.
Er war ihr bei des Heimes Pflege
seit langer Zeit schon sehr im Wege.
So kam sie mit sich überein:
Am Niklasabend muss es sein.

Und als das Häslein ging zur Ruh,
das Rehlein tat die Augen zu,
erlegte sie direkt von vorn
den Gatten über Kimm und Korn.
Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase
zwei- drei- viermal die Schnuppernase
und ruhet weiter süß im Dunkeln,
derweil die Sterne traulich funkeln.

Und in der Guten Stube drinnen,
da läuft des Försters Blut von hinnen.

Nun muß die Försterin sich eilen
den Gatten sauber zu zerteilen.
Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen
nach Weidmanns Sitte aufgebrochen.
Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied,
was der Gemahl bisher vermied.
Behält ein Teil Filet zurück
als festtägliches Bratenstück.
Und packt sodann, es geht auf Vier -
die Reste in Geschenkpapier.

Von Ferne tönt´s wie Silberschellen,
im Dorfe hört man Hunde bellen.
Wer ist's, der in so tiefer Nacht
so spät noch seine Runde macht?
Knecht Ruprecht kommt auf goldnem Schlitten
mit einem Hirsch herangeritten.
Sagt, gute Frau, habt Ihr noch Sachen,
die armen Menschen Freude machen?

Die sechs Pakete, heil'ger Mann,
s' ist alles, was ich geben kann.
Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise,
die Silberschellen klingen leise,
im Försterhaus die Kerze brennt,
die Glocke klingt, es ist Advent.

Loriot

Lange nicht gelesen, doch immer wieder gut.

Dienstag, 7. Dezember 2010

Tornado in Portugal

Tomar und Ferreira do Zêzere in der Ribatejo-Gegend wurden heute nachmittag von einem Tornado überrascht.
Mehrere Menschen wurden verletzt, daneben gab es etliche schwere Beschädigungen an Gebäuden.