Donnerstag, 26. November 2015

Bridge of Spies

Am Montag war ich in der Vorpremiere des neuesten Spielberg Films Bridge of Spies.
Johannes hatte die Karten gewonnen, konnte oder wollte aber an diesem Abend nicht ins Kino. So machte ich mich mit JF auf ins UCI. Wir waren rechtzeitig da, um gute Plätze zu sichern, der Saal füllte sich bis auf den letzten Platz. Vier Leute haben etwas über den Film erzählt. So erfuhren wir, dass dies seit Jahrzehnten  der erste Film von Spielberg ist, bei dem nicht John Williams für die Filmmusik verantwortlich ist. Thomas Newman hat diesmal die Musik geschrieben. Das Drehbuch stammt von Matt Charman und den Brüdern Ethan und Joel Coen.
Dann gings auch schon los und wir befanden uns im Berlin direkt nach dem Mauerbau.
Der Film hat mir gut gefallen, Neben Tom Hanks, der den Anwalt James Donovan spielt, sind viele weitere gute Schauspieler zu sehen, darunter auch einige deutsche, wie Sebastian Koch als Wolfgang Vogel und Burghart Klaußner als Harald Ott.
Am besten gefallen hat mir Mark Rylance, der den Spion Rudolf Abel spielt.
"Would it help?"



Mittwoch, 25. November 2015

18

Letzte Woche wurde der 81. Geburtstag gefeiert.
Gestern wurde Johannes 18.
Der Kuchen stand rechtzeitig im Ofen.



Ganz herzliche Glückwünsche zum Geburtstag und alles alles Liebe!!!



Feiern wollte der junge Erwachsene nicht, dafür aber ein Konzert besuchen.
So waren wir mit Freunden essen und danach alle zusammen im Konzert von Deradoorian im Theater Maria Matos.
Schön war's!




Dienstag, 24. November 2015

Kurze Woche

Da ich die ersten Tage in Deutschland weilte, war die Arbeitswoche kürzer als sonst.
Die Abende waren aber wieder sehr ausgefüllt.

Donnerstag abends waren wir in der Galeria Zé dos Bois zum Konzert von WEYES BLOOD | SEAN NICHOLAS SAVAGE. Weyes Blood hat eine sehr schöne Stimme und spielt gut Gitarre. Aber sie könnte noch besser sein, würde sie ihre Komfortzone verlassen und sich ein bisschen mehr trauen.
Fotos etc. hier.

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Freitag abend gings ins Culturgest, wo die Trisha Brown Dance Company Schlüsselwerke der Choreografin Trisha Brown zeigte. Der Saal war ausverkauft. Getanzt wurden Son of Gone Fishin' (Musik Robert Ashley, Atalanta (Acts of God)), Rogues  (Musik Alvin Curran, Toss and Find), If you couldn't see me (Musik Robert Rauschenberg) und PRESENT TENSE (Musik John Cage). Ich hatte bisher keine Choreografie von Trisha Brown live gesehen und war begeistert. Leider ist dies die Abschiedstour der Trisha Brown Dance Company, d.h. danach will die Dance Company die Choreographien von Trisha Brown nicht mehr aufführen.

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Samstags spielten Lower Dense ebenfalls in die Galeria Zé dos Bois.
Leider fehlte der Gitarrist, der wegen eines Todesfalles in der Familie vorzeitig zurückreisen musste.
Trotzdem war es ein sehr gutes Konzert.



Vor dem Konzert assen wir mit Freunden im Restaurant Casanostra zu Abend. In der aktuellen Time Out ist ein Voucher (2 für 1) für dieses Restaurant, den wir nutzten, kennen wir doch das Casanostra schon sehr lange und haben dort immer gut gegessen, so auch diesmal.

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Sonntag abend schaute ich mir Elser – Er hätte die Welt verändert von Oliver Hirschbiegel, portugiesscher Titel 13 Minutes, an. Der Film läuft hier nur in zwei Kinos, wer weiss, ob er Donnerstag nicht schon abgesetzt ist. Ich hatte vor dem Film noch nichts über den Widerstandskämpfer Georg Elser gehört, und das trotz Geschichte Leistungskurs. Auf jeden Fall ein gut gemachter und sehenswerter Film.

Montag, 23. November 2015

Zu einem Geburtstagsfest

flog ich kurzfristig in die alte Heimat.



Mit dem Wetter hatte ich Glück, es war nicht kalt und regnete nur ab und zu.
Letztes Wochenende mit dem Schnee wär das vielleicht nicht ganz so einfach gewesen.
So konnte ich ein paar Spaziergänge machen 

Blümchen im November, es war wirklich nicht kalt





und auch ein bisschen rumfahren, einkehren und gut essen.





Rehschnitzel


Zum Geburtstag gabs leckeren Frankfurter Kranz, den hatte ich schon sehr lange nicht mehr gegessen, ebenso den Droschelkuchen (Stachelbeerkuchen). Solche Kuchen gibt es hier überhaupt nicht.




Ich habe ein paar Stücke mitgenommen, JF und Johannes fanden ihn ebenfalls sehr lecker, d.h. ich könnte ihn also auch mal hier backen.
Vor der Rückreise habe ich an mich selber ein Paket geschickt. Ich hatte nur Handgepäck mit und wollte nicht extra für die Kofferaufgabe bezahlen, Schicken war billiger. Jetzt warte ich drauf, dass es endlich ankommt und ich all die leckeren Sachen probieren kann, die ich eingekauft habe, wie Stollen, Lebkuchen, Plätzchen etc.


Donnerstag, 12. November 2015

Sankt Martin - São Martinho

In Deutschland gibt es an St. Martin Laternenumzüge, in Portugal werden geröstete Kastanien gegessen. Gestern nachmittag kamen die Kastanienverkäufer gar nicht mehr nach mit dem Rösten und es bildeten sich Schlangen.





In der Firma gab es ein Magusto mit gerösteten Kastanien, Jeropiga (hergestellt durch Zugabe von Weinbrand in Traubenmost, um die Gärung zu stoppen) und Água-pé (Tresterwein).

Mehr über die Sankt Martins Bräuche weltweit kann man hier nachlesen.

Dienstag, 10. November 2015

Kellerkino - Powertrio - LEFFEST - Amadora BD

Am Dienstag gings im Goethe-Institut wieder los mit dem Kellerkino. Es wurde Kaddisch für einen Freund von Leo Khasin  gezeigt., ein sehr schöner Film. Die Stühle in der Bibliothek waren fast alle besetzt, Popcorn gabs auch.
Als nächster Film in dieser Reihe wird Sputnik am 17. November um 19.30 Uhr gezeigt.




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Mittwoch abend stellte Powertrio im Theater Maria Matos die neue CD 'Di Lontan' vor.
Powertrio, das sind Joana Sá (Piano und Idiophone), Luís José Martins (Gitarre und Idiophone) und Eduardo Raon (Harfe und Idiophone).
Im Saal war wieder diese ungemütliche Bancada aufgebaut, aber davon ließ ich mich nicht abhalten. Da das Konzert nicht ganz ausverkauft war, hatte ich Glück und der Platz neben mir blieb frei, so war es nicht ganz so unbequem. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, denn es war ein sehr interessanter Abend.


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Freitag begann das Lisbon & Estoril Film Festival (LEFFEST). Bis zum 15. November gibt es viele alte und neue Filme zu sehen und viele Regisseure und Schauspieler sind hier, um ihre Filme zu präsentieren und mit dem Publikum zu reden.
Donnerstag abend war ich im Eröffnungsfilm Anomalisa von Charlie Kaufman und Duke Johnson. Ein wirklich sehr empfehlenwerter Film in Stop Motion. Ich nehme an, dass er nächstes Jahr hier in die Kinos kommt.



Samstag abend präsentierte Wim Wenders seinen neuen Film Every thing will be fine. Die Aufführung war in 3D. Der Film läuft hier ab dem 12. November, allerdings nur in 2D.





Sonntag nachmittag gabs ein Wiedersehen mit Der Himmel über Berlin. Das erste Mal sah ich diesen Film 1987 in Cinema Paris am Kurfürstendamm. Damals war ich so müde, dass ich das Kino vorzeitig verließ. Diesmal schaute ich den Film aber bis zum Ende an. Etliche Teile dieses Films sind nun eine interessante Dokumentation eines Berlins, das so nicht mehr existiert.
Nach dem Film erzählten Wim Wenders und Bruno Ganz interessante und witzige Geschichten rund um den Dreh.



Paulo Branco musste das Gespräch leider beenden, da vor dem Saal schon die Zuschauer für den nächsten Film warteten, der 10 Minuten später beginnen sollte.



Sonntag abend schaute ich mir 7 Chinese Brothers von Bob Byington an, eine Komödie mit Jason Schwartzman und dessen Hund Arrow Joel Schwartzman. Der Film läuft hier im Wettbewerb.
Bob Byington war anwesend und lud nach dem Film zu einer Q&A Session ein.





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Die Ausstellung Amadora BD - Festival Internacional de Banda Desenhada besuchte ich am Samstag. Wir waren so gegen Mittag da, hatten die Räume fast für uns alleine und konnten uns in aller Ruhe umsehen. Es ist ein bisschen anders organisiert als in den letzten Jahren, so sind die Bücherverkaufsstände diesmal gleich am Eingang. Alles in allem hat mir die Ausstellung besser gefallen als letztes Jahr.

Hier ein paar Eindrücke:









Gekauft gabe ich dieses Buch






Dienstag, 3. November 2015

Zähne - Dinner - Konzerte - Filme

Die Woche war richtig viel los.

Dienstag vormittag hatte ich den nächsten Zahnarztbesuch. Es wurde eine längere Prozedur, aber nun sind erst mal alle Zähne an der richtigen Stelle. Allerdings muss ich mich erst daran gewöhnen, ist schon etwas anders als mit dem Provisorium.

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Liebe Menschen waren an der Algave in Urlaub und verbrachten die letzten beiden Tage vor der Rückreise nach Deutschland in Lissabon. So verabredeten wir uns mittwochs zum Abendessen in der Pizzaria Mercantino am Chiado. Ich hatte schon die leckere Pizza im Mercantino Alvalade gekostet, am Chiado schmeckt die Pizza genau so gut.
Danach waren die Gäste zu müde für einen Spaziergang durchs Bairro Alto und machten sich per Taxi zum Hotel auf. Wir hatten Karten für das Konzert von Jessica Pratt im Aquarium der Galerie Zé dos Bois.




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Donnerstags trafen wir uns wieder zum Essen (freitags war der Rückflug), diesmal im Restaurant ihres Hotels. Das Restaurant kannte ich von vorherigen Besuchen und war bisher immer zufrieden. Bei diesem Besuch lief allerdings so einiges schief, aber wenigstens das Essen war gut.


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Für Freitag hatten wir schon im Vorfeld Karten für den Film DEAD SLOW AHEAD von Mauro Herce des Festivals DOC Lisboa besorgt. Von den Filmen, die ich bei dem Festival DOC gesehen habe, hat mir dieser weitaus am besten gefallen. Er gewann übrigens auch den FCSH Award for Best First Feature Film comprising Competitions and New Visions.




Danach trafen wir uns mit Freunden in der Brasserie de L'Entrecôte am Campo Pequeno. Wir hatten zwei Voucher (2 entrecôte für den Preis von 1) aus der TimeOut, so wurde der Restaurantbesuch nicht all zu teuer. Es schmeckte lecker wie immer und wir verbrachten einen sehr netten Abend.


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Samstag hatte ich Kontrastprogramm.
Zuerst war ich im grossen Auditorium des Gulbenkian zur Übertragung der Oper Tannhäuser (Met Opera Live in HD). Die Vorstellung war schon seit Monaten ausverkauft, aber meist werden ein paar Tage vorher noch zurückgegebene Karten angeboten, so auch diesmal. Die Ouvertüre, die Chorgesänge und Wolframs Lied an den Abendstern, gesungen von Peter Mattei, haben mir am besten gefallen.


Danach fuhr ich ins Centro Cultural de Belém zum Konzert von Cat Power, Pseudonym der Amerikanerin Chan Marshall. Was ich vorher nicht wusste, der erste Teil des Konzertes wurde von Appaloosa bestritten. Wie jemand so die Töne nicht treffen kann, ist schon erstaunlich.
Für diesen eher schrecklichen Beginn wurden wir dann aber von Cat Power entschädigt, sang sie doch etwa zwei Stunden lang, ohne grössere Pausen, selbst den Applaus unterbrach sie gleich, indem sie ein neues Lied anstimmte.




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Der Sonntag war verregnet. So fuhren wir nicht zur Ausstellung Amadora BD, hoffentlich können wir das nächste Woche nachholen.  Immerhin schafften wir es abends ins Cinema São Jorge zu Ornette - Made in America, dem letzten Film, den wir bei der diesjährigen DOC ausgesucht hatten.