Mittwoch, 30. März 2016

Reise nach D

Mittwoch gings also los, der Flieger hatte auch nur eine halbe Stunde Verspätung.
Wir hatten unsere eigene Verpflegung dabei, aber ein Kaffee und was Süsses muss eigentlich immer sein im Flugzeug.



*******

Am nächsten Tag besuchten wir ein nettes Kreisstädtchen.

Der Platz mit den vielen Cafés war hübsch österlich dekoriert



In einem Restaurant gabs Löwenzahnsalat mit Bratkartoffeln und Spiegelei. Das wollte ich mir nicht entgehen lassen, denn sowas bekomme ich in meiner Wahlheimat nicht.
War aber nicht so doll, der Salat bestand aus mehr Stielen als Blattgrün, teuer wars ausserdem. Der trockene Riesling schmeckte wie ein billiger Perlwein. Dort muss ich wirklich nicht nochmal hin!


Dort unten liegt die Stadt
In diesem netten Café habe ich Kuchen gekauft
Etwas andere Osterdekoration
*******

Freitags gings in die Landeshauptstadt. Leider war das Wetter nicht so doll, man musste mit Schirm rumlaufen. Zudem war unser erstes Ziel, die Ludwigskirche, geschlossen.
So fuhren wir weiter und parkten am Schloss.





Das Wetter war weiterhin trüb und kalt, das Rumlaufen machte keinen Spass, so tranken wir einen Cappuccino im nahegelegenen Café.

Danach gings zum Mittagessen. Ich hatte im Voraus im Jens Jakob einen Tisch reserviert. Dieses Restaurant hatten mir Freunde empfohlen, ich war also entsprechend gespannt. Wir wurden auch nicht enttäuscht. Das Essen, wir hatten das 4-Gang-Menue, war vom Feinsten.

Von den Grüssen aus der Küche und dem ersten Gang. Jakobsmuschelcarpaccio mit Passionsfrucht und Sellerie, habe ich keine Fotos.

Ein ganz tolles Geschmackserlebnis waren die Eigelbravioli mit Spinatcrème und Senfespuma




Der Hauptgang, Lammhüfte unter der Kräuterkruste mit Artischocken und Bärlauchgnocchi, war ebenfalls sehr lecker.



Und der Nachtisch, Topfenknödel mit Vanilleeis auf Erdbeeren.



Zum Café gabs dann noch diese süssen Sachen.




Danach waren wir sehr gesättigt. Da es nicht mehr regnete, konnten wir einen Verdauungsspaziergang durch die Innenstadt machen.






















Vor der Heimreise gab es noch eine kleine Stärkung in einem nette Café am Max-Ophüls-Platz.


*******

Samstags wurden noch die letzten Einkäufe getätigt, nachmittags gings auf den Schaumbergturm und abends zum Essen in den Oldenburger Hof.



Zeitumstellung und Rückflug schon um 6.50 Uhr, da hiess es recht früh schlafen gehen.

Dienstag, 29. März 2016

Woche 12 - und erstens kommt es anders ...

Sonntag vormittag, der Koffer war gepackt, dann kam die SMS: Flug gestrichen wegen Fluglotsenstreik in Frankreich.
Umbuchen auf Mittwoch ging kostenlos, für den Mietwagen mussten wir draufzahlen, d.h. mehr Geld für weniger Tage, das gebuchte Hotelzimmer musste für eine Nacht trotzdem bezahlt werden und die Eintrittskarten waren auch für die Katz. Die französischen Fluglotsen haben mir hiermit schon zum zweiten Mal eine Reise vermasselt.

Als Alternativprogramm schauten wir uns den sehr schönen Film Nie Yinniang (The Assasin) von Hou Hsiao-Hsien an.


*******

Montag wollten wir einen Spaziergang machen, wurden aber vom Regen erwischt. So assen wir in einer der Tascas, Jaguar, aus dem Buch As 50 Melhores Tascas de Lisboa



Das Essen war ok, mehr aber auch nicht.


Extra hohe Hocker


Auf dem Heimweg fing es dann sogar an zu hageln.






*******

Dienstag fuhren wir ins Museu Nacional de Arte Antiga. Wegen Umbauarbeiten kann man zur Zeit nur einen Teil des Museums besichtigen und deshalb ist der Eintritt frei. 

Zuerst gabs einen Espresso mit Blick über den Tejo.



Dann besichtigten wir den ersten Stock des Museums.









Bei ihm hielten wir uns besonders lange auf, gibt es doch auf diesem Bild so viel zu entdecken.



Nach der Besichtigung hatten wir Hunger und besuchten in der Nähe eine weitere Tasca aus dem Buch.


Das Essen war auch hier nicht besonders. Wir werden dem Buch noch eine dritte Chance geben.

*******

Mittwoch mittag ging dann endlich unser Flug, darüber einen extra Eintrag.

Sa, So und Woche 11

Samstag abend wurde die Oper L'AUTRE HIVER von Dominique Pauwels im Theater Maria Matos aufgeführt. Die Inszenierung von Denis Marleau und Stéphanie Jasmin hat mir gefallen, warum aber Frauen die Männerrollen hatten blieb mir verschlossen.



*******

Sonntag war endlich mal schönes Wetter und wir trafen uns mit Freunden an der Marina de Oeiras zum Mittagessen. Das Draussensitzen war angenehm, aber am nächsten Tag hatte ich Husten und Schnupfen.


*******

Dienstag trat Tricky in der Aula Magna auf. Es war ein seltsames Konzert, er nuschelte mehr ins Mikrofon als er sang, viel kam vom Band und recht dunkel war es auch auf der Bühne.







*******

Mittwoch begann das Filmfestival Judaica im Kino São Jorge. Eigentlich wollte ich mir den Eröffnungsfilm A Tale of Love and Darkness von Natalie Porter anschauen, aber die Erkältung hielt mich zu Hause.
Donnerstag schaffte ich es aber zu dem sehenswerten Dokumentarfilm Verboten Filme von Felix Moeller, der selbst anwesend war.







Und danach ging es zum ausverkauften Konzert von Angel Olsen in der Galeria Zé dos Bois.



*******

Donnerstag stellte Filho da Mãe seine neue CD Mergulho im Theater Maria Matos vor, ein sehr gutes Konzert im fast ausverkauften Saal.

*******

Freitag abend gaben Daniel Kahn & The Painted Bird im Rahmen der Judaica ein Konzert im Sala Montepio des Kinos São Jorge, tolle Stimmung, gute Musik, volles Haus.






*******

Samstag vormittag nahm ich an der Führung A LISBOA JUDAICA: AO ENCONTRO DO ÚLTIMO CABALISTA DE LISBOA teil. Sie wurde von  Oui GO Lisbon organisiert und begibt sich auf die Spuren des Buches Der Kabbalist von Lissabon von Richard Zilmer. Ich habe das Buch schon vor einer Weile gekauft, jetzt werde ich es endlich mal lesen.




Dienstag, 15. März 2016

Monstra - Woche 9 und 10

Wie der Titel schon sagt, war die Woche dem Festival Monstra gewidmet.
Bis auf einen Tag sah ich mir jeden Abend mindestens einen Film an.
Nur am Dienstag hat es nicht geklappt. Ich war zwar schon eine viertel Stunde vor Beginn der Veranstaltung Jazz e Animação – Filmes musicados ao vivo / Jazz and Animation – Live Film Concert 65’ im Hot Club, aber ausser mir waren da schon sehr viele andere Menschen und es gab keinen Platz mehr, um sich die Filme in Ruhe anzusehen. Auf einen Stehplatz in einer der hintersten Reihen hatte ich keine Lust, also machte ich mich ungemachter Dinge wieder auf den Heimweg.

Die anderen Tage habe ich die folgenden Filme gesehen:

Kurzfilmwettbewerb 1



Ein Freund von mir, André Ruivo, hat den lustigen Kurzfilm Countryside by the sea gemacht.

Automatic Fitness, Another Man und Teeth haben mir auch gut gefallen.
Haircut und Track fand ich nicht so gut.

*******

Kahlil Gibran’s The Prophet war leider auf portugiesisch. Mit den Originalstimmen wäre das sicherlich viel besser gewesen.



Bill Plympton, der einen Teil des Films gezeichnet hat, war anwesend.




*******

Miss Hokusai von Keiichi Hara

Der gut gemachte Film basiert auf der japanischen Manga Serie Sarusuberi, geschrieben und illustriert von Hinako Sugiura.



*******

Kurzfilmwettbewerb 4


Bis auf I Have Dreamed of You So Much haben mir alle Kurzfilme gefallen.

Ernie Biscuit und Benches nº 0458 waren sehr lustig.

In Under your fingers ging es um ein Thema, was ich bis dahin nicht kannte, die Geschichte der Frauen, die aus dem kolonialen Indochina nach Frankreich kamen und dort über Jahre in einem Durchgangslager unter primitiven Bedingungen leben mussten.

*******

April and the Extraordinary World von Franck Ekinci und Christian Desmares

Fernando Galrito im Gespräch mit Frank und Christian





Dieser sehr schöne Film ist eine Adaption einer Graphic Novel von Jacques Tardi.

*******

When Marnie Was There




Ein ganz toller Studio Ghibli Film von Hiromasa Yonebayashi.
Wie es es möglich, dass dieser Film nicht den Oscar gewonnen hat?